Abschlussrede

Ein alter Mann pflanzte kleine Apfelbäumchen. Da lachten die Leute und sagten zu ihm: “Warum pflanzt Du diese Bäume? Viele Jahre werden vergehen, bis sie Früchte tragen und Du selbst wirst von diesen Bäumen keine Äpfel mehr essen können.“

Da antwortete der Alte: “Ich werde keine ernten, aber wenn nach vielen Jahren andere die Äpfel von diesen Bäumen essen, werden sie mir dankbar sein.“ Leo Tolstoy

Ich habe die kleine Geschichte vorangestellt, weil sie mir ein Leitmotiv in den vergangen Jahren als Gemeinderat war.

Mein Gedankenansatz war stets, dass die Beschlüsse ökologisch, nachhaltig und damit zukunftstauglich für die uns nachfolgenden Generationen in Unterensingen sein mögen. Mein Wunsch ist an Sie, die Verwaltung und an Euch, die Gemeinderäte, dies nicht aus den Augen zu verlieren und die Beschlüsse, die nichts mit Nachhaltigkeit für alle Bürger zu tun haben, zu hinterfragen, ob sie überhaupt notwendig sind. Ein Beispiel für nachhaltige Beschlüsse waren die LED-Beleuchtung des Ortes und die Heizzentrale der Grundschule. Bei beiden Projekten handelt es sich aber nur um Teilmaßnahmen, sie sind noch nicht zum Abschluss gebracht sind.

Ich scheide heute als Ältester dieses Gremiums aus. Vor langer Zeit wurde der Begriff des Alterspräsidenten geprägt. Eine Aufgabe, ohne gesetzliche Regelungen, so ist es mir jedenfalls bekannt. Ich erhielt die Ehre von Lutz Schmitz übertragen und ein zweites Mal von Karl-Friedrich Hiergeist.

Ich fühlte mich mit dieser Aufgabe verpflichtet, auf die Fairness im Umgang des gesamten Gremiums untereinander zu achten. Das halte ich auch in Zukunft für wichtig. Nun gebe ich diese Aufgabe an meinen Kollegen und Nachbarn Lothar Burkhard weiter. Ich möchte dies nicht ohne ein Symbol tun und habe dafür einen Schlüssel, einen goldenen symbolischen Rathausschlüssel gewählt.

Lieber Lothar, ich übergebe Dir diesen Rathausschlüssel als Insignium des Alterspräsidenten.

Nimm als Schlüsselträger die Aufgabe der Mahnung auf Fairness im Umgang bei den Sitzungen wahr. Verwahre ihn gut und gib ihn eines Tages in diesem Sinne an Deinen Nachfolger weiter.
Dieter Fritz sagte einmal hier in einer Sitzung, ich sei der 1. Migrant in Unterensingen gewesen. Ich will das so stehen lassen und ergänzen, dass ich großartige Menschen in dieser Gemeinde vorfand, die mir die Integration ermöglichten. Dafür bin ich dankbar.

Ich scheide als der Älteste aus diesem Gremium aus und bin stolz darauf, dass mein Nachfolger, Matthias Daiber, künftig der Jüngste Gemeinderat Gremium sein wird ein junger neuer. Ihm will ich das alte Württembergische Motto mit auf den Weg geben: „Matthias, sei furchtlos und treu.“ Und ich möchte noch ergänzen: „ Und scheue Dich nicht einmal die Gegenstimme zu erheben, auch wenn Du mit Deiner Meinung ganz alleine dastehst!“

Vielen Dank an alle, für die gute Zusammenarbeit zum Wohle unserer Bürger.

Vielen Dank aber besonders an meine beiden Fraktionskollegen Sibylle Jenz und Mark Lebsanft. Ich bin dankbar, dass wir seit der letzten Wahl hier zu dritt als Fraktion die Meinung der Selbstständigen vertreten durften. Ein letzter Dank gilt meiner Frau, dass sie all die Jahre mein ehrenamtliches Engagement mit Verständnis begleitet hat!

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

(23.01.2017)


2014 – ein außergewöhnliches Jahr für die Selbständigen im Gemeinderat (SiG)

Ganz gewiss wird das Jahr 2014 als ein außergewöhnliches Jahr in die junge Geschichte der SiG eingehen. Dafür sorgten auch die Unterensinger Bürger bei der diesjährigen Gemeinderatswahl. Zum ersten mal gelang es drei der vierzehn Sitze im Gemeinderat zu erringen. Neben den wiedergewählten Gemeinderäten Sibylle Jenz und Hans Ulrich Kahl haben die Unterensinger nun auch Mark Lebsanft das Vertrauen für die nächste Wahlperiode gegeben. Indirekt beteiligt waren auch die Unterensinger Bürger bei zwei weiteren Highlights. Sie hatten die SiG-Gemeinderäte wiederholt gewählt und so wurde Sibylle Jenz für 10Jahre und Hans Ulrich Kahl sogar für 20 Jahre im Gemeinderat geehrt. Für das entgegengebrachte Vertrauen möchten sich die nunmehr drei Gemeinderäte nochmals herzlich bei den Unterensingern bedanken! Für einen Paukenschlag ganz besonderer Art sorgte aber Hans Ulrich Kahl bei seiner Dankesrede anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums. Er überreichte einen veredelten historischen Unterensinger Nagel an seine Kollegin Sybille Jenz und übergab ihr mit den Worten: “Du mögest immer den Nagel auf den Kopf treffen“, das Amt des Fraktionsvorsitzenden. Neue Fraktionsvorsitzende der SiG ist somit Sibylle Jenz. 2014 wird sicherlich aber auch für Gemeinderäte aller Fraktionen als ein besonderes Jahr im Gedächtnis bleiben. So werden die Abstimmungen zum Asylantenheim oder auch zum neuen Kindergarten bei der Schule die Gemeinde und die Gemeinderäte auf Jahre hinaus beschäftigen. Die SiG möchte mit dem Gruppenfoto unterm dem Logo des Bürgerbüros alle Unterensingern Bürger zeigen, daß sie als Ansprechperson für Anregungen und sachliche Kritik gerade für diese genannten richtungsweisenden Projekten zu Verfügung stehen. Die SiG wünscht allen Unterensingern eine besinnliche Weihnachtszeit, ein gesundes sowie privat und beruflich ein erfolgreiches Jahr 2015! Ihre Gemeinderäte der SiG: Sibylle Jenz, Hans Ulrich Kahl und Mark Lebsanf